Brustzentrum Nordmünsterland

Tipps & Informationen für unsere Patientinnen

Brustkrebs - wie geht es weiter?

Liebe Patientin,

Brustkrebs - eine Erkrankung ist in Ihr Leben getreten, von der Sie vielleicht schon einiges gehört haben.
Doch nun geht es Sie ganz persönlich an.
Die Informationen auf unserer Webseite sollen dazu beitragen, dass Sie das, was in nächster Zeit auf Sie zukommt - zum Beispiel Untersuchungen und Behandlungen - besser einschätzen lernen. Je mehr Sie über Ihre Krankheit wissen, desto mehr Möglichkeiten werden Sie entdecken, wie Sie Ihre Situation selbst aktiver gestalten können.

Wir stellen Ihnen Ihre Ansprechpartner in unserem Brustzentrum vor, damit Sie wissen, wer Sie während Ihrer Erkrankung begleitet und wen Sie ansprechen können.
Keinesfalls können diese Informationen die Gespräche mit Ihren Ärzten ersetzen. Vertrauen Sie unserem Brustzentrum und Ihrem Arzt sowie den pflegerischen Mitarbeitern. Stellen Sie alle Fragen, die Ihnen auf dem Herzen liegen. Wir werden Ihnen jederzeit mit individuellem Rat zur Seite stehen.

Ihr
Brustzentrum Nordmünsterland

Ihr Brustzentrum als Partner

Das beste Mittel gegen Ihre Unsicherheit sind Gespräche mit den Ansprechpartnern in unserem Brustzentrum.
Wir behandeln Sie nicht nur, sondern begleiten Sie auch in Ihrer Erkrankung. Je mehr Sie über Ihre Erkrankung wissen, umso besser können Sie auch die Behandlungsmöglichkeiten verstehen und fühlen sich weniger ausgeliefert.
Fragen nach der genauen Diagnose, den Behandlungsschritten, Nachsorgeuntersuchungen oder weiteren Themen, die Sie rund um die Erkrankung beschäftigen, werden wir Ihnen sicher gerne beantworten.
Angst, Verzweiflung, Ratlosigkeit und Leere können sich ausbreiten und in eine emotionale Sackgasse führen.
Es ist ratsam, Hilfen anzunehmen und herauszufinden, was der eigenen Gesundung gut tut.

Ihre Ansprechpartner in unserem Brustzentrum

  • Frauenklinik
    Dr. med. Cordula Fuhljahn
    Dr. med. Faten Shamoon
    05971 42 - 1960
  • Radiologie
    Dr. med. Günter Klaß
    Dr. med. Claudia Kintzel
    Dr. med. Sonja Hansen
    05971 42 - 1801
  • Nuklearmedizin
    Dr. med. Stefan Rüther
    05971 42 - 1850
  • Hämatologie und Onkologie
    PD Dr. med. Guido Bisping
    05971 42 - 1601
  • Palliativmedizin
    Dr. med. Angela Grote-Reith
    05971 46 - 551

Ihr Weg zu uns

  • Klinikum Rheine - Mathias-Spital
    Frankenburgstraße 31
    48431 Rheine
  • Anfahrt mit dem PKW: Parkplatz P1 Dutumer Straße

Die Behandlung beginnt

Nachdem alle Voruntersuchungen abgeschlossen sind, kann eine gezielte Behandlung beginnen.
Ihr behandelnder Arzt in unserem Brustzentrum wird alle Untersuchungsergebnisse mit Ihnen besprechen und Ihnen erläutern.
Scheuen Sie sich nicht nachzufragen, wenn Sie nicht alles verstehen und bringen Sie, wenn Sie wünschen, eine Person Ihres Vertrauens zu den Gesprächen mit.

Was entscheidet über Ihre Behandlungsart?

Hinter dem Begriff Brustkrebs verbergen sich sehr unterschiedliche Tumorarten. Mit den Detailkenntnissen aus den Untersuchungen erstellt Ihr Arzt in unserem Brustzentrum mit Ihnen zusammen einen für Sie maßgeschneiderten Therapieplan. In diesen Plan fließt ein, wie groß und welcher Art der Tumor ist, welche Differenzierung die Tumorzellen haben (d. h., wie stark sie verändert sind), ob der Tumor bestimmte Rezeptoren enthält und ob sich die Krebszellen schon in die Achsel-Lymphknoten oder in andere Organe ausgebreitet haben. Außerdem ist wichtig, wie alt Sie sind, wie Ihr allgemeines gesundheitliches Befinden ist und ob Sie noch eine Regelblutung haben. Und nicht zuletzt müssen Sie und Ihr Arzt gemeinsam abwägen, welche Nebenwirkungen für Sie tragbar sind und bei welcher Behandlung Ihre Lebensqualität am besten erhalten bleibt. Denn die Therapie sollte so sanft und zugleich so effektiv wie möglich sein.

Primärtherapie

Operation

Das Ziel einer Brustkrebstherapie ist die vollständige Entfernung des Tumors. Deshalb ist die Operation der erkrankten Brust einer der Stützpfeiler der Behandlung. Ihr behandelnder Arzt in unserem Brustzentrum wird die in Frage kommenden Operationsmethoden mit Ihnen besprechen und Ihnen alle Einzelheiten des Eingriffs erklären. Wenn möglich, wird brusterhaltend operiert. Wichtig ist, dass der Krebs im gesunden Gewebe entfernt wird, d. h. ein entsprechend großer Sicherheitsrand eingehalten wird. Kann nicht brusterhaltend operiert werden, bieten wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten, die Brust zu rekonstruieren.

Folgende Operationsmethoden werden in unserem Brustzentrum durchgeführt:

  • Brusterhaltende Operationen und Ausgleich des Gewebeverlustes durch Eigengewebe (intramammäre Verschiebeplastik, Muskellappenplastik) 
  • Onkoplastische Reduktion und angleichende Reduktionsplastik der gesunden Brust
  • Rekonstruktion des Brustwarzenkomplexes
  • Entfernung der Brust (ablative Operation)
  • Wiederaufbau nach Entfernung der Brust entweder aus Eigengewebe (z.B. des Rückens oder der Bauchdecke) oder durch Fremdmaterial (Prothese)
  • Brustverkleinerung (Reduktionsplastik)
  • Brustvergrößerungen (Augmentation)

Lymphknoten - so wichtig wie der Tumor selbst

Für den Verlauf der Erkrankung ist es sehr wichtig zu wissen, ob schon Brustkrebs-Zellen ins Lymphsystem vorgedrungen sind. In der Regel werden deshalb während der Operation Lymphknoten aus der Achselhöhle entfernt und feingeweblich untersucht. In den meisten Fällen kann bereits vor der Operation die sog. "Sentinel-Technik" (Sentinel = engl. Wächter) angewandt werden.

Durch eine Markierung kann festgestellt werden, welcher Lymphknoten die Funktion des Wächterknotens übernommen hat. Der Sentinellymphknoten wird herausgenommen und feingeweblich untersucht. Finden sich keine Tumorzellen, so ist in 95 % der Fälle die gesamte Achselhöhle tumorfrei. Auf diese Weise kann eine weitere Operation der Achselhöhle vermieden werden. Bei positiven Sentinellymphknoten werden weitere Lymphknoten aus der Achsel entnommen.

Weiterführende Behandlungen

Die weiterführenden Behandlungen wie Chemo-, Antihormon- und Antikörpertherapie sowie Bestrahlung werden im Rahmen der wöchentlich stattifndenden Tumorkonferenz mit allen beteiligten Fachexperten erörtert und geplant.

A. Chemotherapie

Tumorzellen teilen sich schnell - schneller als die meisten anderen Zellen im Körper. Genau hier setzen Chemotherapeutika an:
Diese Medikamente zerstören Zellen, die sich rasch teilen. Mit der Chemotherapie sollen vorhandene Metastasen beseitigt werden oder ihrer Bildung vorgebeugt werden. Leider sind Nebenwirkungen meist unvermeidlich. Bei der Chemotherapie werden nicht nur Tumorzellen, sondern auch gesunde, sich schnell teilende Zellen wie etwa die Haarwurzelzellen und die Zellen des Magen-Darm-Trakts geschädigt. Deshalb sind Haarausfall, Übelkeit und Erbrechen mögliche Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Auch die weißen und roten Blutkörperchen sowie die Blutplättchen sind betroffen, so dass der Körper gegenüber Infektionen anfälliger wird und das Blutungsrisiko sowie das Risiko der Entstehung einer Blutarmut (Anämie) zunehmen. Der Haarausfall kann zwar nicht verhindert werden, mit einer Perücke, die Ihnen Ihr Arzt verschreibt, kann die Zeit aber überbrückt werden. Nach der Chemotherapie wachsen die Haare wieder vollständig nach. Die Übelkeit wird mit Medikamenten eingedämmt, andere Arzneimittel regen das Wachstum der weißen Blutkörperchen an und erhöhen die Zahl der roten Blutkörperchen bzw. korrigieren die Blutarmut. Die Chemotherapie erfolgt nach einem klar definierten Plan, der die Dosierungen und die zeitlichen Abstände der Medikamentengabe vorgibt. In den Behandlungspausen von zwei bis drei Wochen Dauer - je nach Behandlungsschema - können sich gesundes Gewebe und Organe von der Chemotherapeutikagabe erholen.

Ansprechpartner

Gemeinschaftspraxis für internistische Onkologie und Hämatologie
Dr. med. Georg Innig
Dr. med. Björna Berning
Dr. med. Almut Berkemeier
Nicole Domine-Rensen
05971 914142

Abteilung für Hämatologie und Onkologie im Mathias-Spital
PD Dr. med. Guido Bisping
Dr. med. Sebastian Bröckling
Dr. med. Stefan Zicholl
05971 42-1601

B. Antihormontherapie

Etwa zwei Drittel aller Brustkrebserkrankungen wachsen unter dem Einfluss von Hormonen (Östrogenen und/oder Progesteron), wobei das weibliche Sexualhormon Östrogen bei diesem Prozess die größte Rolle spielt. Die Krebszellen dieser Tumoren besitzen Bindungsstellen für Hormone (Hormonrezeptoren), an die sich die Hormone nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip binden und damit das Wachstum der Krebszellen bewirken. Ein Brustkrebs, der durch Hormone zum Wachsen angeregt wird, wird "hormonsensitiv" oder "hormonrezeptorpositiv" genannt. Diese Tumoren können sehr gezielt mit Antihormonen behandelt werden. Da ein hormonabhängiger Brustkrebs Östrogene zum Wachstum benötigt, kann das Tumorwachstum durch eine antihormonelle Therapie gestoppt oder zumindest stark eingeschränkt und die weitere Verbreitung von Krebszellen im Körper verhindert werden. Falls zunächst eine Chemotherapie notwendig war, wird die antihormonelle Therapie im Anschluss durchgeführt. Die Wahl der geeigneten antihormonellen Therapie ist abhängig von Ihrem Alter. Die antihormonelle Therapie ist im Vergleich zur Chemotherapie deutlich besser verträglich.

C. Antikörpertherapie

Manche Tumorzellen besitzen bestimmte Wachstumsrezeptoren (HER2-Rezeptor). Diese sitzen auf der Zelloberfläche und fördern das Wachstum der Krebszellen.

Durch spezielle Antikörper werden diese Rezeptoren blockiert und das Wachstum der Krebszellen gehemmt. Dieses Prinzip wirkt wie das körpereigene Immunsystem und hat dementsprechend erheblich weniger Nebenwirkungen als die Chemotherapie.

D. Bestrahlung

Neben der medikamentösen und der operativen Therapie hat die Bestrahlung einen bedeutenden Stellenwert bei der Behandlung von Brustkrebs. Mit energiereichen Strahlen lassen sich bösartige Zellen zerstören oder zumindest in ihrem Wachstum hemmen. Da Krebszellen ein weniger gut arbeitendes Reparatursystem besitzen als gesunde Zellen, können sie Schäden, die durch die Strahlen hervorgerufen werden, nicht mehr beheben - die Tumorzellen sterben ab, gesundes Gewebe wird geschont. Die Strahlen-, auch Radiotherapie genannt, ist zusätzlich zur operativen Entfernung des Tumors und zur medikamentösen Therapie die am häufigsten angewandte Behandlung bei Brustkrebs. Sie ist in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt und verbessert worden. Dadurch ist sie meist gut verträglich.

Die Bestrahlung wird empfohlen bei:
■ brusterhaltenden Operationen
■ Entfernung der Brust (Mastektomie) - in Einzelfällen
■ bei Krebsvorstufen (Ductalem Carcinoma in situ (DCIS)) - je nach Ausdehnung

Falls keine Chemotherapie durchgeführt wird, beginnt die Strahlentherapie nach Abschluss der Wundheilung, also ca. drei bis vier Wochen nach der Operation. Ansonsten beginnt sie direkt im Anschluss an die Chemotherapie. Sie dauert rund fünf bis sechs Wochen und wird in der Regel an vier bis fünf Tagen pro Woche, im Regelfall ambulant, durchgeführt. Während der Strahlentherapie kann es zu schmerzhaften Rötungen kommen, die jedoch durch geeignete Hautpflege gelindert werden können.

Ansprechpartner
Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie
und Radiologische Onkologie Rheine
am Mathias-Spital
Dr. med. Stefan Hesselmann
Anna Rudykina
05971 16098 - 0

Begleittherapie und ergänzende Angebote

A. Pflegeexpertin für Brusterkrankungen - Breast Care Nurse (BCN)

Die Aufgabe der Breast Care Nurse ist Ihre kontinuierliche, individuelle Betreuung während Ihrer stationären Behandlung. Unsere Breast Care Nurse nimmt Sie "an die Hand" und begleitet Sie während Ihres Aufenthaltes im Krankenhaus. Sie erhalten von ihr organisatorische und psychische Unterstützung. Die Breast Care Nurse ist Ihre Ansprechpartnerin für die kleinen und großen Sorgen und Fragen, die sich im Laufe der Behandlung und des Gesundwerdens ergeben. Die Breast Care Nurse hat eine spezielle Ausbildung durchlaufen, die es ihr erlaubt, Ihre kompetente Begleiterin zu sein.

Ansprechpartner

Christa Laugwitz
Verena Kunk
Lisa Blankenburg
05971 42 - 4960

B. Psychotherapie / Psychoonkologie

Die Psychoonkologie bezieht sich auf alle seelischen Bereiche, die mit einer Krebserkrankung verbunden sind. Erschrecken, Fassungslosigkeit, Ängste können durch die Diagnose "Krebs" ausgelöst werden. Existenzielle Fragen, erschweren den Heilungsprozess. Es fällt nicht immer leicht, aus eigener Kraft die Krankheit psychisch zu bewältigen. Die wichtigste Aufgabe der Psychoonkologie ist es, herauszufinden wie Ihnen bei der Bewältigung von Belastungen geholfen werden kann. Bereits ab Beginn der Behandlung werden Sie von Ihren behandelnden Ärzten durch begleitende Gespräche unterstützt. Weiterhin werden Sie gebeten, zwei Fragebögen auszufüllen, damit wir Ihnen gegebenenfalls weitere psychoonkologische bzw. psychotherapeutische Angebote machen können. Gegebenenfalls veranlassen wir mit Ihrem Einverständnis die Weiterleitung an einen niedergelassenen Psychotherapeuten. Zu unseren psychoonkologischen Unterstützungsmaßnahmen im Brustzentrum Nordmünsterland gehören z. B.

■ Krisenintervention nach Diagnosestellung oder einem Rezidiv
■ Einübung von Fertigkeiten zur Stressbewältigung
■ Aktivierung von eigenen Kraftquellen (Ressourcen)

Zur Umsetzung stehen folgende Methoden zur Verfügung:
■ Einzelgespräche im stationären Bereich
■ gemeinsame Gespräche mit dem Ehepartner /der Familie
■ Gesprächskreise mit psychoonkologischen Fragestellungen im poststationären Bereich
■ Gesprächskreise für Angehörige
■ Entspannungsübungen für Krebspatienten im ambulanten Bereich
■ aktive Unterstützung onkologischer Selbsthilfegruppen

Ansprechpartner

Dipl.-Psych. Ilona Sasse
05971 42 - 1734
Dipl.-Psych. Sigrid Koch
05971 46 - 402

C. Physiotherapie

Die Physiotherapie setzt Alltagsreize gezielt ein und regt die Selbstheilung des Körpers an. Dabei wird durch spezielle physio-therapeutische Techniken individuell auf Gewebe, Muskeln, Sehnen und Gelenke eingewirkt. Die Physiotherapie nach Brustkrebs wird bei Lymphgefäß-systemerkrankungen, z. B. zur Lymphdrainage eingesetzt. Zusätzlich werden Übungen zur Erhaltung der Armbeweglichkeit vermittelt.

Ansprechpartner

Janine Ripperda
05971 42 - 1083

D. Seelsorge

Viele unserer Patientinnen pflegen einen guten Kontakt zu ihrer religiösen Gemeinschaft, vornehmlich der katholischen oder evangelischen Kirche. Dieser Kontakt wird auch während eines stationären Aufenthaltes durch die von den Gemeinden selbst organisierten Krankenbesuchsdienste Aufrecht erhalten. Eine ehrenamtliche Begleitung, hausinterne Seelsorger und verschiedene Gottesdienstangebote gewährleisten auf Wunsch Ihre seelsorgerische Betreuung. Am Wochenende und an kirchlichen Feiertagen feiern wir einen Gottesdienst in unseren hauseigenen Kapellen. Es besteht die Möglichkeit, den Gottesdienst über hausinterne Medien zu empfangen.

Diakon Bernhard Rathmer
05971 42 - 1057
Elke Chrost
05971 42 - 4059

E. Selbsthilfe - Frauen treffen, denen es ähnlich geht

Manchmal hilft es, mit Frauen zu sprechen, die ebenfalls an Brustkrebs erkrankt sind oder waren. In Selbsthilfegruppen finden Sie Kontakt zu Frauen, die Verständnis für Ihre Alltagsprobleme aufbringen, ähnliche Erfahrungen wie Sie gemacht haben und Ihnen mit Rat und Tat weiterhelfen können.

Selbsthilfegruppen

■ Krebs, was nun?, Rheine
■ Frauenselbsthilfe nach Krebs Landesverband NRW e.V., Rheine
■ Frauenselbsthilfe nach Krebs, Ibbenbüren

F. Sozialdienst

Eine Brustkrebserkrankung ist neben der körperlichen und seelischen Belastung auch teilweise mit beruflichen, sozialrechtlichen und finanziellen Problemen verbunden. Hier berät und unterstützt Sie das Team unseres Sozialdienstes. Die angebotenen Leistungen umfassen die Organisation von Anschlussheilbehandlungen oder Rehabilitation, die Beratung zu gesetzlichen Leistungen (z.B. sozialhilferechtliche Ansprüche nach Bundessozialhilfegesetz) und besonderen Einrichtungen (z.B. ambulante Plfegedienste, Hospiz) sowie die Information und Hilfe zum Antrag auf Schwerbehinderung.

Ansprechpartner

Marion Berkenbrock
05971 42 - 4065

G. Ausstattung mit Hilfsmitteln

Im Rahmen der Hilfsmittelversorgung haben Sie Anspruch auf (anteilige) Kostenerstattung durch die Krankenkassen für Perücken, Prothesen und Spezialwäsche (Prothesen-BHs, Badeanzüge und Kompressionsstrümpfe für den Arm). Die Mitarbeiter unserer Sozialdienste sowie der kooperierenden Sanitätshäuser beraten Sie individuell und sorgen für Ihre adäquate Ausstattung mit Hilfsmitteln.

Ansprechpartner für die Hilfsmittelausstattung

Sanitätshaus Seidel, Rheine
05971 405858

H. Vollwertige und individuelle Ernährung hilft

Achten Sie auf eine vitamin- und nährstoffreiche Ernährung. Empfehlenswert sind z. B. Frischkornmüsli, Obst und Gemüse, kaltgepresste Öle sowie Milch und Mineralwasser. Auch Fisch, Fleisch und Eier in Maßen gehören zu einer ausgewogenen Ernährung. Trotz dieser allgemeinen Tipps sollte Ihre Ernährung aber auf Ihre Lebensgewohnheiten, Ihre Lebensfreude und Ihre Tumorerkrankung angepasst sein.

Ansprechpartner für die Ernährungsberatung

Heike Pogede
05971 42 - 1618

Nachsorge - Kontrolle ist besser...

Ein wichtiges Anliegen der Nachsorge ist der Abbau Ihrer Ängste und die Verbesserung Ihrer Lebensqualität. Die Nachsorge beginnt im Anschluss an die primäre Therapie, d.h. zumeist nach der Operation. Sie umfasst regelmäßige Kontrolluntersuchungen auf Wiedererkrankung (Rezidive) und Tochtergeschwülste (Fernmetastasen) sowie die Begleitung bei Langzeittherapien mit Diagnose und Therapie von Folge- und Nebenwirkungen. Darüber hinaus zählen die psychosoziale Betreuung sowie Rehabilitationsmaßnahmen zur Nachsorge. Ihr behandelnder Frauenarzt - seltener Ihr Hausarzt - bleibt während der Nachsorgephase Ihr erster Ansprechpartner.

A. Was wird untersucht?

Während eines Nachsorgetermins führt Ihr niedergelassener Arzt ein ausführliches Gespräch zu Ihrem körperlichen und seelischen Befinden mit Ihnen, erfragt Besonderheiten, Beschwerden und körperliche Veränderungen.

Er tastet beide Brüste und die Lymphabflusswege ab und kontrolliert, ob der Arm auf der operierten Seite möglicherweise durch eine Lymphstauung geschwollen ist. Dazu kommen regelmäßige Mammographien.

B. Zeitplan

Wir empfehlen folgende Untersuchungen im Rahmen der Nachsorge

Diese Empfehlungen geben nur einen Rahmen vor. Selbstverständlich müssen im konkreten Fall Art und Abstand der Untersuchungen auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden. Bei Beschwerden sollten Sie nicht auf den nächsten Kontrolltermin warten, sondern sofort einen Termin bei Ihrem behandelnden Arzt vereinbaren.

Selbstuntersuchung der Brust