Nuklearmed. Therapiestation / Radiojodtherapie
Team der Radiojodtherapiestation

Radiojod-Therapie

Die Radiojod-Therapie wird gegen Schilddrüsenüberfunktion, Schilddrüsenvergrößerung und gegen Schilddrüsenkrebs eingesetzt. Sie wird mit radioaktivem Jod durchgeführt. Dieses radioaktive Jod sendet eine Beta-Strahlung aus, die im Gewebe nur eine Reichweite von wenigen Millimetern hat. So kann gezielt das kranke Gewebe zerstört und gesundes Gewebe geschont werden.

Die Radiojod-Therapie gilt als risikoarme und bewährte Methode. Sie wird schon seit den 1940er Jahren durchgeführt. Die Radiojod-Therapiestation im Mathias-Spital wird seit 1999 betrieben.
Inzwischen wurden schon ca. 3500 Patienten behandelt. Bei der Radiojod-Therapie nach operiertem differenziertem Schilddrüsenkrebs wird auch das gentechnisch hergestellte TSH (Thyrogen) eingesetzt, um die Patienten vor einer belastenden Unterfunktion zu bewahren.

Nach der Radiojod-Therapie von gutartigen Schilddrüsenerkrankungen wird eine Kontrolle nach 4-6 Monaten durchgeführt. Bei Problemen mit der medikamentösen Einstellung kann eine telefonische Beratung durchgeführt werden. Nach der Therapie von Schilddrüsenkrebs wird eine stationäre Kontrolle nach 6 Monaten und anschließend eine zehnjährige ambulante Nachsorge durchgeführt. Für die Nachsorgeuntersuchungen liegt eine KV-Ermächtigung vor (bitte Überweisungsschein mitbringen).

Therapiestation

Die modern eingerichtete Therapiestation hat zwei Doppel- sowie ein Einbettzimmer; die Patienten haben einen schönen Ausblick zum Park des Krankenhauses. Da die Patienten für einige Tage die Station nicht verlassen dürfen und auch keinen Besuch empfangen können, sind natürlich Radio und Fernsehen vorhanden. Mit dem eigenen Laptop und LAN-Kabel kann das Internet genutzt werden. Auf dem Stationsflur steht ein Ergometer zur Verfügung, in der Teeküche kann in begrenztem Umfang geraucht werden.

Patientenzimmer
Sitzecke
Flur Therapiestation