Chirurgische Klinik III - Unfallchirurgie und Orthopädie

Unsere Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie unter der Leitung von Privatdozent Dr. Bernd Roetman hat eine zentrale Bedeutung bei der Versorgung von Patient:innen mit Unfallverletzungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates in der Region.

Die umfassende Versorgung aller unfallverletzten Patient:innen ist unsere erste und wichtigste Aufgabe - zu jeder Tages- und Nachtzeit! Wir sind ein gut eingespieltes Team mit Feuerwehr, Notärzten, dem am Hause stationierten Rettungshubschrauber "Christoph 24" und unseren Anästhesisten, Radiologen und mit den anderen Fachkliniken des Hauses.

Unser Klinikstandort ist Teil der regionalen Notfallversorgung ist unter anderem erkennbar an der Mitgliedschaft im Trauma-Netzwerk NordWest, einer Vereinigung von Krankenhäusern für die Versorgung von Schwerstverletzten. Die Mitgliedschaft im Westdeutschen Teleradiologieverbund sichert dabei die schnelle und sichere Übertragung von radiologischen Bildern von umliegenden Kliniken zu uns oder von Rheine in die größeren Zentren, zum Beispiel zur Uni Münster oder BG-Klinikum Bergmannsheil in Bochum. Damit bieten wir der Bevölkerung im Falle einer schweren Verletzung die Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau.

Wir sind zudem am Verletzungsartenverzeichnis (VAV) zugelassen und dürfen aufgrund personeller, apparativer und räumlicher Ausstattung Unfallschwerverletzte behandeln.

Zentraler medizinischer Schwerpunkt der Klinik liegt in der Behandlung von Gelenk- und Extremitätenverletzungen, Wirbelsäulen- und Beckenfrakturen sowie in der Versorgung von Schwerstverletzten (Polytrauma). Dennoch erreichen uns die Patient:innen nicht nur mit dem Rettungswagen, sondern auch beispielsweise elektiv über unsere unfallchirurgische und orthopädische Sprechstunde.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Alterstraumatologie. Als Alterstraumazentrum besteht hier eine enge Zusammenarbeit mit der Geriatrie der Mathias-Stiftung im Standort Jakobi- Krankenhauses in Rheine. Nach der operativen Versorgung der Patient:innen kann eine geriatrische Frührehabilitation bei uns begonnen und nach Abschluss der frühen postoperativen Phase Jakobi- Krankenhaus unter speziellen geriatrischen Gesichtspunkten fortgeführt werden.

Weitere Schwerpunkte sind Gelenkersatzoperationen (Endoprothesen, sowohl primär als auch Wechseloperationen bei Prothesenlockerungen, Protheseninfektionen oder periprothetischen Frakturen) sowie Tumorerkrankungen des Bewegungsapparates. Dabei profitieren insbesondere Patient:innen mit Begleiterkrankungen vom Nebeneinander aller erforderlichen Fachdisziplinen unter einem Dach und von der interdisziplinären Intensivstation.

Im Bereich der Wirbelsäulen-/ Neurochirurgie bieten wir neben einer gesonderten Sprechstunde sämtliche konservative Therapiemöglichkeiten bei degenerativen Erkrankungen und operative Therapien bei Bandscheibenvorfällen der Lendenwirbelsäule, Wirbelkanaleinengungen oder Brüchen im Brust- oder Lendenwirbelsäulenbereich an.

Behandlungs- und Leistungsspektrum

  • alle modernen Osteosyntheseverfahren zur Behandlung von Knochen- und Gelenkbrüchen und zur Korrektur von Fehlstellungen und anderen Knochenveränderungen
  • arthroskopische Operationen an Schulter, Knie, Ellbogen und Sprunggelenk
  • "offene" Gelenkchirurgie: Knorpelrekonstruktion und Transplantation
    – Bandersatz und Gelenkstabilisierung
    – Gelenkentzündungen
    – Gelenkversteifungen (= Arthrodese)
  • Ersatz der großen Gelenke: Hüfte, Knie und Schulter in zementfreier und zementierter Implantationstechnik, optional mit Navigationssystem
  • Hand- und Fußchirurgie
  • Ambulante Operationen

Regionales Traumazentrum im Traumanetzwerk Nord-West

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hat 2006 bundesweit Netzwerke zwischen einzelnen Einrichtungen zur kompetenten interdisziplinären Versorgung von Schwerverletzung eingerichtet. Ziel ist die flächendeckende Standardisierung und Sicherung der Behandlungs- und Lebensqualität Schwerverletzter zu jeder Zeit an jedem Ort. Die regional zusammenarbeitenden Kliniken Traumanetzwerkes müssen bestimmte Ausstattungsmerkmale aufweisen und sich durch 24- stündige, ausgewiesen Fachkompetenz/ -qualität auszeichnen. Die Zentren werden in drei Stufen differenziert: lokale, regionale und überregionale Traumazentren. Die Abstufung entspricht den Anforderungen an die Klinikausstattung gemäß Weißbuch Schwerverletztenversorgung. Wir sind Teil des Traumanetzwerkes NordWest unter der Federführung des überregionalen Traumazentrum Uniklinik Münster in der Region des südliches Niedersachsen und nördliches Nordrhein Westfalen. Hier beteiligten sich 42 Krankenhäuser und Reha-Kliniken.
Überregional finden sich in unserem Traumanetzwerk neben dem UKM noch Meppen und Enschede. Darunter sind die regionalen Zentren angegliedert. Hierzu gehören u. a. neben dem Mathias- Spital Rheine das Klinikum Ibbenbüren, Bonifatius Hospital Lingen, Euregioklinik Nordhorn und das Clemenshospital Münster. Als lokale Traumazentren schließen sich hierunter u. a. das St. Antonius Hospital Gronau, UKM Marienhospital in Steinfurt, St. Marien- Krankenhaus Ahaus, St. Franziskus Münster und das Herz- Jesu- Krankenhaus in Münster- Hiltrup.

Alterstraumazentrum

Wir sind ein DGU zertifiziertes Alterstraumazentrum, das sich auf die häufigsten Frakturen im Alter spezialisiert. Hierzu gehören: hüftgelenksnahe, hohe Oberarm-, Wirbelkörper-, Becken- und periprotethische Frakturen.

Geriatrische Frührehabilitation

Die Geriatrische Frührehabilitation ist eine spezialisierte Rehabilitation für ältere multimorbide Patient:innen, die eine Akuterkrankung erleiden, welche sie voraussichtlich in ihrer Funktionsfähigkeit (z.B. Mobilität, Kommunikation, Selbstversorgung, Interaktionen mit anderen Menschen) einschränkt. Die Durchführung durch ein geschultes interdisziplinäres Frührehabilitationsteam. Die Therapien beinhalten je nach funktionellen Problemen der Patient:innen eine Physiotherapie und Ergotherapie und/oder Logopädie, und/oder Musiktherapie und/oder Psychotherapie zusätzlich zu der ärztlichen und pflegerischen Behandlung und sozialen Betreuung.

Wirbelsäulen-/ Neurochirurgie

Wir bieten die konservativen Behandlungsoptionen zu degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen sowie die operative Therapieoption bei Bandscheibenvorfällen, Wirbelkanaleinengungen und Brüchen von Brust- und Lendenwirbelsäule an.

Beispielsweise bieten wir eine APC- Therapie (Autologes Conditioniertes Plasma) und mesenchymaler Stammzellenverpflanzung als konservatives Verfahren für degenerative Gelenkverschleißerkrankungen an. Bei leichter bis mittelschwerer Arthrose kann dieses spezielle Verfahren eine Zellregeneration fördern und eine Schmerzlinderung verschaffen.

Ergänzend bei Besonderheiten

Fort- und Weiterbildung

Für Ärzt:innen:

  • PD Dr. Roetman besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung zum "Arzt für Unfallchirurgie und Orthopädie"
  • Möglichkeit der Ausbildung zum Erwerb der Zusatzbezeichnung "Spezielle Unfallchirurgie" (derzeitig 24 Monate)
  • Weiterbildung i. S. des Common Trunk mit der Allgemein- und Gefäßchirurgie und einer möglichen Intensivrotation
  • Möglichkeit der Weiterbildung Notärzt:in und Teilnahme am Notarztdienst
  • Kooperation mit der Orthopädie in Bad Bentheim (hier auch Rotation möglich)
  • Diabetologische Fußchirurgie in Kooperation mit Medizinischen Klinik III (Diabetologie / Endokrinologie )
  • Regelmäßige interne Fortbildungen
  • Geförderte externe Fortbildungen
    ⇒ Alle Mitarbeiter:innen bilden sich regelmäßig und umfangreich auf nationalen und internationalen Kongressen sowie Workshops fort. (ATLS Provider)

Für Medizinstudent:innen:

  • Ausbildungstätte für Student:innen im "Praktischen Jahr" im Rahmen des Medizinstudiums für das Fach "Chirurgie" als akademisches Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms Universität Münster in Kooperation mit der Allgemein- und Gefäßchirurgie
  • Ausbildungsstätte für Famulant:innen im Rahmen des Medizinstudiums
  • Hospitationen sind jederzeit möglich
    ⇒ Bei Interesse gerne in unserem Sekretariat oder über unsere PJ- Beauftragte des Hauses Frau Rotunno (Personalabteilung) anfragen.

Ansprechpartner ärztlicher Dienst

Chefarzt
  • Priv.-Doz. Dr. med. Bernd Roetman
    Orthopädie und Unfallchirurgie
    Spezielle Unfallchirurgie
    Handchirurgie
    Physikalische Therapie und Balneologie
    Notfallmedizin
    Sportmedizin
    Chirotherapie

    b.roetman(at)mathias-spital.de

Oberärzte

Dr. med. Thomas Gosseling, Oberarzt
Orthopädie und Unfallchirurgie


  • Dr. medic. Mohamad Zeen el deen, Oberarzt
    Orthopädie und Unfallchirurgie
    Notfallmedizin

  • Dr. med. Martin Gothner, Oberarzt
    Fußchirurgie
    Notfallmedizin
    Leitender Notarzt
    Intensivtransport nach DIVI
    ATLS Instruktor
    m.gothner(at)mathias-spital.de

  • Joost van Eijzeren, Oberarzt
    Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Inna Ilchuk, Funktionsoberärztin
    Orthopädie und Unfallchirurgie
Fachärzte
  • John Gomez
    Facharzt für Neurochirurgie
Assistenzärzte
  • Dr. rer.pol. A. Liefländer
    Assistenzärztin
  • Dr. med. M.Molavi
    Assistenzarzt
  • Iris Wesseling
    Assistenzärztin
  • A. Sheikh Ahmad
    Assistenzarzt
  • Dr. med. C. Völler
    Assistenzärztin
  • C. Ohlmeier
    Assistenzärztin
  • Nasser Abou Zaid
    Assistenzarzt
Physician Assistent (PA)
  • Frau Talisa Bauer
    Gesundheitspflegerin im Studium zur PA
  • Frau Angelina Moor
    PA
Sekretariat Unfallchirurgie und Orthopädie
  • Martina Müller

  • Tatjana Schäfer

Sprechstunden

Sprechstundenzeiten:

  • Montag – Freitag 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr
    Montag – Donnerstag 14.00 bis 16.00 Uhr

Terminvergabe nach telefonischer Vereinbarung unter

  • 05971 / 42-1304

Ansprechpartnerinnen Pflegedienst