Anästhesie u. Intensivmedizin

Herzlich Willkommen auf den Internetseiten der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin. Unser professionelles Team aus 33 Ärztinnen und Ärzten und über 60 Pflegekräften in der Anästhesie und auf der Intensivstation begleitet Sie sicher durch Ihre Operation und die anschließende Phase. Die individuelle und menschliche Betreuung jedes einzelnen Patienten und die weitestgehende Vermeidung von Schmerzen sind uns besondere Anliegen.

Anästhesisten arbeiten aber nicht nur im OP. Neben der Durchführung der Narkosen betreuen wir die operierten Patienten auf der interdisziplinären Intensivstation und besetzen die Notarzteinsatzfahrzeuge in Rheine und Emsdetten und den Rettungshubschrauber Christoph Europa 2. Zudem betreibt die Abteilung einen Schmerzdienst zur Vorbeugung und Behandlung akuter und chronischer Schmerzzustände.

  • Notarztkurs Nordwest

    Die Akademie für Gesundheitsberufe der Stiftung Mathias-Spital startet im März 2019 in Zusammenarbeit mit der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin im Klinikum Rheine und unter Beteiligung langjähriger Notärzte aus Luft- und Bodenrettung einen Notarztkurs.
    nähere Informationen finden Sie hier

Wenn Sie sich als potentieller neuer Mitarbeiter für unsere Abteilung interessieren, können Sie auf den folgenden Seiten erste Eindrücke sammeln. Nichts ersetzt allerdings das persönliche Gespräch. Daher stehen meine Mitarbeiter und ich Ihnen gerne bei Fragen zur Verfügung. Auch Hospitationen sind nach Absprache kurzfristig möglich. Mehr über Bewerbungen in der Anästhesie finden Sie hier.

Als Medizinstudent im praktischen Jahr (PJ) oder im Rahmen einer Famulatur sind Sie in Rheine ebenfalls herzlich willkommen. Sie erhalten hier eine breite und interessante Ausbildung im großen Spektrum unseres faszinierenden Fachgebietes inklusive der Intensiv- und Notfallmedizin und der Schmerztherapie. Weitere Informationen zum PJ im Mathias-Spital finden Sie hier.

Ob Sie als Patient, Besucher, Studierender oder Mitarbeiter zu uns kommen: Wir möchten, dass Sie sich wohl fühlen!


Herzliche Grüße, Ihr

Prof. Dr. Markus Lange

Anästhesie

Jährlich werden mehr als 10.000 Patienten am Klinikum Rheine und im Paulinenkrankenhaus Bad Bentheim aus den operativen Fächern Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäß- und Endovaskularchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Urologie und Kinderurologie, Orthopädie, Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und den konservativen Fächern, insbesondere Kardiologie und Pneumologie/Thoraxonkologie anästhesiologisch betreut. Vom Neugeborenen bis zum über 100-jährigen werden Patienten aller Altersstufen behandelt. Hierbei kommt das gesamte Spektrum der modernen Anästhesiologie zur Anwendung. Neben der klassischen Vollnarkose unter Einsatz schonender und nebenwirkungsarmer Medikamente werden auch alle gängigen Verfahren der Regionalanästhesie eingesetzt. Zur sicheren und komplikationsarmen Anlage von Regionalanästhesien werden diese standardisiert unter Ultraschallkontrolle durchgeführt. Unerfreuliche Nebenwirkungen der Narkose wie Übelkeit und Erbrechen können heute weitgehend vermieden werden.

Geburtshilfliche Anästhesie

Im Klinikum Rheine kommen jedes Jahr mehr als 2.000 Kinder zur Welt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin unterstützen die Geburt bei Bedarf und tragen zur Sicherheit von Mutter und Kind bei. Hierfür steht rund um die Uhr ein Anästhesieteam bereit. Sofern von der Mutter gewünscht und indiziert kann zur Schmerzlinderung unter der Geburt ein Periduralkatheter angelegt werden. Sollte eine Kaiserschnittentbindung notwendig sein, wird diese von den erfahrenen Ärztinnen und Ärzten der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin begleitet.

Durch die Kombination von Vollnarkose und Katheterverfahren der Regionalanästhesie kann bei vielen Eingriffen eine optimale Schmerzbehandlung auch für die Zeit unmittelbar nach der Operation garantiert werden. So wird beispielsweise bei großen Eingriffen im Bauchraum ein sogenannter thorakaler Periduralkatheter angelegt, um Schmerzfreiheit nach der Operation zu gewährleisten. Das geeignete und geplante Narkoseverfahren wird in allen Fällen vor der Operation vom Anästhesisten mit dem Patienten besprochen und ausführlich alle Fragen beantwortet.

Während des Eingriffs und anschliessend im Aufwachraum werden alle Patienten unter Einsatz moderner Technik überwacht, bis sie auf Ihre Station zurückkehren können. Sofern notwendig, kümmert sich der Schmerzdienst auch auf der Station weiter um die optimale Schmerztherapie.

Intensivmedizin

Die Aufnahme auf eine Intensivstation ist immer dann notwendig, wenn lebenswichtige Funktionen des Körpers wie z. B. die Atmung, der Herzschlag oder der Kreislauf gestört sind oder wenn nach großen Operationen oder schweren Unfällen eine intensive Betreuung und Überwachung erforderlich ist.

Wir tun unser Bestes, um unsere Patienten möglichst schonend und sicher über die schwierige Phase ihrer Krankheit zu begleiten. Moderne Technik hilft uns, eine optimale Behandlung und Pflege bei Tag und Nacht sicherzustellen.

Der Umfang der Überwachung und Behandlung ist durch die Erkrankung oder Verletzung vorgegeben und wird individuell angepasst.

Zur Steigerung der Effizienz sowie zur Erhöhung der Patientensicherheit werden eine hausinterne Vernetzung mit dem Labor und der Röntgenabteilung sowie die digitale Krankenakte eingesetzt.

Intensivmedizin

Informationen für Angehörige

Telefonisch ist die Intensivstation erreichbar unter 05971/42-1230
Feste Besuchszeiten gibt es auf unserer Intensivstation nicht; Sie können nach vorheriger Absprache Ihren Angehörigen wann immer Sie möchten besuchen. Da auf der Intensivstation rund um die Uhr Behandlungen durchgeführt werden ist es allerdings möglich, dass Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen. Vor der Intensivstation befindet sich eine Gegensprechanlage über die Sie sich bitte vor jedem Besuch melden. Bei Ihrem ersten Besuch werden Sie von einer Pflegekraft vor der Intensivstation abgeholt. Sie wird Ihnen dann genau erklären, was Sie jetzt und auch bei weiteren Besuchen beachten sollten. 

Neben der ärztlichen und pflegerischen Versorgung Ihres Angehörigen ist eine unserer Aufgaben die Überwachung der Herz-/Kreislauffunktionen sowie der Atmung. Deshalb befinden sich an jedem Bettplatz ein Monitor und einige medizinische Geräte. Die Geräte reagieren auf unterschiedliche Situationen mit vielen verschiedenen Tönen. Diese Alarmtöne dienen der Sicherheit der Patienten, da sie auf Besonderheiten aufmerksam machen. Wir erkennen am Geräusch, um welche Art von Alarm es sich handelt und reagieren entsprechend. Um eine optimale Betreuung Ihres Angehörigen zu erreichen, wird er von uns individuell betreut. Die für Ihren Angehörigen zuständige Pflegekraft steht Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Gerne stehen Ihnen auch die Seelsorger als Gesprächspartner und Begleiter zur Verfügung.

Zur Gewährleistung einer guten Information sollten Sie innerhalb der Familie einen festen Ansprechpartner auswählen, der umfassende Informationen erhält und diese innerhalb der Familie weitergeben kann. Bitte sprechen Sie sich innerhalb der Familie so ab, dass nicht mehr als zwei Angehörige zur gleichen Zeit zu Besuch kommen.

Informationen für Ärzte

Die interdisziplinäre Intensivstation wird organisatorisch von Herrn Christoph Hartger geleitet. Er übernimmt als ärztlicher Leiter in enger Abstimmung mit den jeweils zuständigen Fachkliniken die intensivmedizinische Betreuung der Patienten. Dabei werden die operativen Patienten von den Anästhesisten in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen der zuweisenden Fächer betreut.
Jährlich werden etwa 2.000 Patienten von den Ärzten und den mehr als 40 Pflegekräften rund um die Uhr behandelt. Die modern ausgestattete Intensivstation verfügt über Möglichkeiten des invasiven Kreislaufmonitorings (Pulmonalarterieller Katheter, PiCCO), der erweiterten kardialen Überwachung (transthorakaler und transösophagealer Ultraschall), und der pulmonalen Diagnostik (Bronchoskopie).

Im Falle eines Nierenversagens kann die Nierenfunktion durch Hämodiafiltrationsgeräte überbrückend ersetzt werden. Bei Patienten mit schwerem Lungenversagen (ARDS) kommen moderne evidenzbasierte Beatmungsverfahren mit niedrigem Atemzugvolumen und erhöhtem positiv-endexspiratorischen Druck zum Einsatz. Zudem wird eine an den Schweregrad des Lungenversagens angepasste Lagerungstherapie durchgeführt. 
Neben den invasiven Beatmungsverfahren werden routinemäßig auch nichtinvasive Beatmungen durchgeführt.

Notfallmedizin

Notarztdienst

Die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin besetzt mit ihren Ärzten vier Rettungsmittel im Kreis Steinfurt. In enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Rheine wird mit zwei Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF) die notärztliche Versorgung in der Stadt und den umliegenden Gemeinden sichergestellt. Eines der NEF ist ausschließlich mit Anästhesisten besetzt. Es ist an der Hauptfeuerwache in der Lindenstraße stationiert und rund um die Uhr einsatzbereit. Das zweite NEF rückt tagsüber von der neuen Feuer- und Rettungswache rechts der Ems aus und wird jeweils zur Hälfte von der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin und von der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie besetzt. Das bei der Feuerwehr der Stadt Emsdetten stationierte NEF fährt an Wochentagen tagsüber ebenfalls mit den Ärzten der Anästhesie des Klinikums Rheine zum Notfallort.

Geht ein Notruf bei der Rettungsleitstelle des Kreises Steinfurt ein, entscheidet der Disponent, ob ein Notarzt benötigt wird. Ist dies der Fall, entsendet die Kreisleitstelle einen Rettungswagen (RTW) und das NEF. Das NEF ist ein speziell umgebauter PKW, der mit dem RTW an der Einsatzstelle zusammentrifft. Daher wird dieses System auch als "Rendezvous-System" bezeichnet.

Der Notarzt entscheidet nach der Erstbehandlung vor Ort über die weitere Behandlung in einem Krankenhaus. Sofern eine Begleitung des Patienten durch den Notarzt nicht notwendig ist, steht er für weitere Rettungseinsätze zur Verfügung. Leiter des bodengebundenen Notarztdienstes in Rheine ist Dr. Volker Sonntag. Darüber hinaus versehen langjährig erfahrene Anästhesisten unserer Klinik an 365 Tagen im Jahr den Dienst auf dem  Rettungshubschrauber (RTH) Christoph Europa 2, der in einem  Radius von 50-100 km um Rheine herum von 7 Uhr bis zum Sonnenuntergang zu Rettungseinsätzen alarmiert werden kann. Alle auf dem RTH eingesetzten Anästhesisten verfügen über die Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“. Leitender Hubschrauberarzt ist Dr. Thomas Keller. Jährlich werden etwa 5.000 Notfalleinsätze durch die drei NEF und den RTH geleistet. Die Abteilung stellt zudem eine Reihe von leitenden Notärzten, die bei Großschadensfällen die medizinische Koordination am Einsatzort übernehmen.

Schockraum

Das Mathias-Spital ist als regionales Traumazentrum durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifiziert worden. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Klinik für Unfallchirurgie und Radiologie wird von der Anästhesie im Schockraum bei schwerverletzten Patienten, z.B. nach Verkehrs- oder Arbeitsunfällen, die häufig lebensrettende klinische Erstversorgung durchgeführt.

Das feste Schockraumteam umfasst neben Unfallchirurgen und Anästhesisten einen Radiologen, Pflegekräfte der Anästhesie und Chirurgie und eine Röntgen-MTA. Bei Bedarf können Ärzte anderer Fachdisziplinen, z.B. Viszeral- oder Neurochirurgie hinzugezogen werden. Im regelmäßig tagenden Qualitätszirkel Polytrauma werden die Prozesse im Schockraum kritisch begutachtet. Zudem finden regelmäßig Teamtrainings statt um die Zusammenarbeit im Schockraum zu trainieren.

Innerklinische Notfallversorgung

Auch für Notfälle innerhalb des Mathias-Spitals steht rund um die Uhr ein Notfall-Team aus Arzt und Anästhesie-/Intensivpflegekraft zur Verfügung.

Ausbildung

Die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin veranstaltet jährlich in Kooperation mit den anderen Kliniken des Klinikums Rheine, der Akademie für Gesundheitsberufe und renommierten externen Referenten den „Notarztkurs Nordwest“ bei dem angehende Notärzte die theoretischen und praktischen Kenntnisse zur Erlangung der Fachkunde im Rettungsdienst und der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin erlernen können.

Schmerztherapie

Die Abteilung betreibt einen Akutschmerzdienst für die Betreuung frisch operierter Patienten. Dabei kommen neben den klassischen Analgetika auch moderne katheterbasierte Regionalanästhesieverfahren zum Einsatz, um Schmerzfreiheit auch nach ausgedehnten operativen Eingriffen gewährleisten zu können.
Auch bei chronischen Schmerzzuständen steht der Schmerzdienst den anderen Fachabteilungen konsiliarisch zur Verfügung.

Schmerztherapie

Prämedikationsambulanz

Wenn Sie operiert werden müssen, sprechen wir spätestens am Vortag der Operation mit Ihnen. Dieses Gespräch findet in der Regel in der Prämedikationsambulanz (auch "Narkosevorbereitung") statt. Wenn Ihnen ein Besuch der Prämedikationsambulanz gesundheitlich nicht möglich ist, werden Sie auf Ihrer Station vom Anästhesisten besucht.
Das Prämedikationsgespräch dient dazu Sie besser kennenzulernen, Ihren Gesundheitszustand einzuschätzen, mit Ihnen gemeinsam das geeignete Anästhesieverfahren (z.B. Vollnarkose oder Regionalanästhesie) festzulegen und Sie über Ablauf und eventuelle Risiken aufzuklären. Vor allem aber möchten wir versuchen, Ihnen mögliche Ängste im Hinblick auf die Narkose zu nehmen.

Auf Ihrer Station oder an der Anmeldung erhalten Sie einen Fragebogen, den Sie bitte möglichst vollständig ausfüllen. Unklarheiten können Sie im folgenden Gespräch mit Ihrer Anästhesistin/Ihrem Anästhesisten besprechen. Der Fragebogen hilft uns dabei Ihren Gesundheitszustand richtig einzuschätzen. Bitte bringen Sie eine Liste Ihrer Medikamente und eventuell vorhandene Arztbriefe und Befunde mit.

Prämedikationsambulanz

Wegbeschreibung

Die Prämedikationsambulanz befindet sich im Bereich der ärztlichen Notfallpraxis. Dort befindet sich, vom Parkplatz vor dem Haupteingang aus zugänglich, ein eigener Eingang. Wenn Sie vom Haupteingang aus kommen, gehen Sie in Richtung der Radiologieanmeldung, passieren diese rechts und laufen dann am Wartebereich der chirurgischen Ambulanz vorbei. Sie gelangen so zum Herzkatheterlabor. Hier biegen Sie nach rechts ab und kommen so in die Prämedikationsambulanz.

  • Öffnungszeiten der Prämedikationsambulanz:
    Montag bis Freitag 
    9.00 bis 12.00 Uhr & 13.30 bis 16.00 Uhr

Das Team der Anästhesie

  • Sekretariat
    Annette Brüggemann
  • Prämedikationsambulanz
    Christina Kleinberns

Oberärzte und Funktionsoberärzte

  • Dr. Dietmar Glück
    Oberarzt
  • Dr. Thomas Keller
    Oberarzt
  • Dr. Sonja Bordewick-Uphus
    Funktionsoberärztin
  • Grischa Jünger
    Funktionsoberarzt
  • Dr. Christian van Benthem
    Funktionsoberarzt

Fach- und Assistenzärzte

  • Nadine Grambach
    Fachärztin
  • Sven Berg
    Facharzt
  • Dr. Annika Hermes
    Fachärztin
  • Laura Geerdes

  • Jan Engbrink
    Facharzt
  • Britta Fabel
    Fachärztin
  • Mariana Dyvnych
  • Dr. Philip Grambach
    Facharzt
  • Frau Cornelia Weischer
  • Frau Kirsten Smoors
  • Yuliya Schneidmüller
  • Henrik Staggenborg

  • Dr. Martin Küppers
  • Gisbert Mönch-Tegeder
  • Lars Oliver Müller
    Facharzt
  • Alexander Lust

  • Felix Runge
  • Andreas Schmit

  • Anja Sonntag
    Fachärztin
  • Mathias Schwerdt

  • Marius Post

  • Judith Stauff

  • Wilma Nehls

Ansprechpartner Pflege

  • Stellv. Stationsleiterin Intensivstation
    Nina Wambold

Pflegedienstleitung