Ihr Behandlungsteam

Um zu gewährleisten, dass jeder Patient die bestmögliche Therapie erhält, arbeiten im Darmzentrum Nordmünsterland verschiedene Abteilungen des Mathias-Spitals Rheine Hand in Hand zusammen.

  • Koordinator 
    Frank-Michael Lietz
    Chirurg, Viszeralchirurg,
    spezielle Viszeralchirurgie

Gastroenterologie

Ein Schwerpunkt der Klinik I ist die Gastroenterologie, die sich mit dem Erkennen, der Behandlung und der Vorbeugung von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts befasst. Symptome wie Bauchschmerzen, Blutarmut, Blut im Stuhl, Veränderungen der Stuhlgewohnheiten oder ungewollter Gewichtsverlust können auf Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes hinweisen.

Die wichtigste Methode zur Erkennung von Darmkrebs oder Vorstadien ist die Darmspiegelung, medizinisch Koloskopie. Vorstadien, sogenannte Polypen können häufig bereits während der Darmspiegelung entfernt werden.

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Die chirurgische Therapie des Kolon- oder Rektumkarzinoms umfasst sämtliche Operations-verfahren, wobei sich alle Eingriffe an den Leitlinien zur Tumorchirurgie der Fachgesellschaften orientieren. Die Operationen werden von Fachärzten für Viszeralchirurgie konventionell per Bauchschnitt oder laparoskopisch in minimal-invasiver Technik (Schlüsselloch-Chirurgie) durchgeführt.

Der Genesungsprozess wird durch eine umfassende Schmerztherapie, einen individuellen Kostaufbau inklusive Ernährungsberatung (-> Link) sowie eine aktivierende Pflege unterstützt.

Onkologie

  • Priv. Doz. Dr. med. Guido Bisping
    Sektionsleitung
    Med. Klinik I
    Sektion Internistische Onkologie und Hämatologie
    05971 – 42-1603
    g.bisping(at)mathias-spital.de

Die Onkologie ist ein Zweig der Inneren Medizin, der sich in erster Linie medikamentösen Therapie (Chemotherapie, Immuntherapie, gefäßneubildungshemmende Therapie) widmet. Daneben wird die Vorsorge, Diagnostik und Nachsorge bösartiger Erkrankungen durch das onkologische Team koordiniert. 

Abhängig vom von der Lage des Tumors (Dickdarm oder Mastdarm)  und der Ausbreitung des Krankheitsbildes  stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung.

Die Radiochemotherapie ist die Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung, die bei Mastdarmkrebs vor der OP (= neoadjuvant) durchgeführt wird. Diese Therapie führt dazu, dass der Tumor leichter entfernt werden kann. Darüber hinaus reduziert sie das Risiko eines Rückfalls. Eine Radiochemotherapie dauert in der Regel fünf bis sechs Wochen. 
Nach einer Erholungspause schließt sich dann die Operation an. Beim Dickdarmkrebs oberhalb des Mastdarmes muss diese Behandlung nicht durchgeführt werden. Eine Chemotherapie erfolgt beim Mastdarmkrebs in der Regel auch über einen begrenzten Zeitraum nach der Operation, um Rückfällen vorzubeugen und den Langzeiterfolg der Behandlung zu sichern.

Beim Dickdarmkrebs oberhalb des Mastdarms  erfolgt eine chemotherapeutische Behandlung nach der Operation in der Regel dann, wenn örtliche Lymphabflusswege befallen sind, um eine weitere Ausbreitung „vereinzelter“ Tumorzellen zu verhindern und der Ausbildung von Fernmetastasen (Tochtergeschwülsten) auf dem Blutweg vorzubeugen (sog. adjuvante Therapie). 

Die Entscheidung zu einer solchen Therapie wird im Rahmen der wöchentlichen Tumorkonferenz mit allen beteiligten Fachdisziplinen unter Berücksichtigung der individuellen Situation der Patienten erörtert.

Die Chemotherapie nach einer Operation erfolgt in der Regel ambulant mit unterschiedlichen Zielen in Abhängigkeit vom Stadium der Erkrankung, vom Alter und Begleiterkrankungen. Bei der sog. „adjuvanten“ = absichernden Therapie (s.o.) erfolgt die Behandlung über einen Zeitraum von sechs Monaten, wobei zwischen den einzelnen Zyklen ca. zwei Wochen Pause liegen. 

Die sog. „palliative“ weitere Therapie und Betreuung verfolgt das Ziel, möglichst schonend und langfristig die Symptome einer ferngestreuten (metastasierten) Dickdarmkrebserkrankung zu unterdrücken und die Lebensqualität und Belastbarkeit im Alltag in den Vordergrund zu rücken. Bei dieser Behandlung werden Chemo- und Immuntherapeutika oft kombiniert und in wechselnder Intensität verabreicht. Chemotherapeutika und Immuntherapeutika zielen in erster Linie auf die Tumorzellen, die sich schnell teilen oder sich durch eine Ausbildung besonderer „Fühler“ auf der Oberfläche einen Wachstumsvorteil verschaffen können. Immuntherapeutika blockieren diese Fühler auf den Tumorzellen, so dass diese letztendlich absterben und zerfallen. 

Die Behandlung des Dickdarmkrebses mit Chemo- und Immuntherapeutika ist in der Regel gut verträglich. Nebenwirkungen können den Magen-Darm-Trakt, die Haut, die Schleimhäute und das Feinempfinden der Fingerkuppen und Fußsohlen betreffen. Ergänzende Medikamente können die genannten möglichen Nebenwirkungen deutlich mildern.

Pflegedienst und onkologische Pflegekräfte

  • Edith Zielinsky
    Onkologische Fachkraft
    Station J3
    05971 – 42-1340
  • Doris Schüring
    Onkologische Fachkraft
    Station J3
    05971 – 42-1340
  • Anita Nosthoff
    Onkologische Fachkraft
    Station A3
    05971 – 42-1370
Team der Bettenstation A4

Stationäre Patienten unseres Darmzentrums werden bevorzugt auf den Stationen J3 (Chirurgie) und A3 (Onkologie) betreut. 
 
Um der besonderen Situation von Patienten mit Tumorerkrankungen gerecht zu werden, haben mehrere Pflegekräfte dieser Stationen eine Zusatzausbildung zur onkologischen Fachpflegekraft absolviert. Hierdurch haben sie nicht nur spezielle Kenntnisse in der pflegerischen Betreuung von Tumorpatienten erworben, sondern sind auch besonders geschult, um Ihnen und Ihren Angehörigen in psychisch schwierigen Momenten zur Seite zu stehen.
So fern Ihr stationärer Aufenthalt eine Versorgung auf der Intensivstation erfordert, stehen für Ihre Überwachung und Behandlung höchste Fachkompetenz und modernste Technik zur Verfügung. Rund um die Uhr sorgen wir für die Sicherheit unserer Patienten, ohne ihr individuelles Wohlergehen und ein vertrauensvolles Miteinander aller Beteiligten aus den Augen zu verlieren.

Team der Bettenstation J4

Strahlentherapie

Das unmittelbar an das Mathias-Spital grenzende Zentrum für Strahlentherapie-Radioonkologie Rheine verfügt über modernste Bestrahlungsgeräte, die so präzise arbeiten, dass das umliegende Körpergewebe bestmöglich geschützt und Nebenwirkungen damit deutlich reduziert werden.

Neben den herkömmlichen Behandlungsverfahren kommen Hochpräzisionsbestrahlungen wie IMRT, Strahlenchirurgie, atemgetriggerte und bildgeführte Strahlentherapie (IGRT inklusive „RapidArc“) zum Einsatz.
Im Fall eines fortgeschrittenen Tumorleidens kann die Strahlentherapie dazu beitragen, Schmerzen zu lindern und Tumoren bzw. Metastasen zu verkleinern.