Nuklearmedizinisches Untersuchungsspektrum

Nuklearmedizinische Diagnostik
(Szintigraphien und PET/CT):

Mit der Szintigraphie ist es möglich, Aussagen über die Funktion eines Organs zu treffen. Die für die Szintigraphie verabreichten Substanzen bestehen aus einem Stoff, der vom Körper in den Stoffwechsel eingebaut wird, diesen aber nicht verändert. Dieser Stoff wird radioaktiv markiert und mit einer sehr empfindlichen Kamera (Gammakamera) aufgespürt und zu einem Bild verarbeitet. Die radioaktiven Stoffe, die für diese Diagnostik eingesetzt werden, haben eine kurze Halbwertszeit; dies bedeutet ein schnelles Abklingen der Strahlung. Daher ist die Strahlenbelastung bei der Szintigraphie in der Regel nicht höher als bei anderen diagnostischen Untersuchungsverfahren, z. B. der Computer-Tomographie.

Ultraschall der Schilddrüse
Standardisierte Belastung auf dem Laufband für die Funktionslymphszintigraphie der Beine
  • Positronen-Emissions-Therapie (PET-CT)
    Dieses Verfahren wird seit Beginn der 90er Jahre angewandt; es hat sich zu einem äußerst wichtigen Instrument in der Krebsdiagnostik entwickelt. Hierbei wird die Tatsache genutzt, dass Krebsherde im Verhältnis zu normalem Gewebe einen veränderten Stoffwechsel aufweisen. Dadurch lassen sich Tumoren von normalem Gewebe unterscheiden. Ebenso verrät das Verfahren, wie weit sich ein Krebsleiden ausgebreitet hat. Daraus lassen sich wichtige Empfehlungen für die Therapie ableiten. Am häufigsten wir der Zuckerstoffwechsel mit FDG dargestellt. Das seit 2009 eingesetzte moderne PET-CT von Siemens (Biograph 6) hat eine Auflösung von ca. 4 mm. Durch das erweiterte Aufnahmefeld kann die Untersuchungszeit auf ca. 20-30 Minuten verkürzt werden. Der Flyer im Anhang (PDF-Format) enthält weitere Informationen über die PET-CT Untersuchung.

Von 1998 bis 2008 wurde schon ein reines PET-Gerät betrieben, so dass die Mitarbeiter langjährige Erfahrung in der PET-Diagnostik haben. Mit dem seit Januar 2009 installierten PET/CT werden ca. 500 Untersuchungen pro Jahr durchgeführt. Der Chefarzt ist Inhaber des PET-Zertifikats, welches von der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin vergeben wird. Hierdurch wird dokumentiert, dass der Inhaber die Voraussetzungen zur Durchführung der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) entsprechend den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin erfüllt.

Doppelkopf- Gammakamera

Das Spektrum der Untersuchungen umfasst folgende Organe:

  • Skelett-System (Knochen) mit Software gestützter Bildfusion mit vorhandener CT-Diagnostik
  • Schilddrüse/ Nebenschilddrüse (Sonographie, Szintigraphie (ggf. Suppressionsszinitgraphie), sonographisch gesteuerte Feinnadelpunktion, Nebenschilddrüsendiagnostik in Subtraktionstechnik)
  • Nierenszintigraphie bei Kindern und Erwachsenen
  • Herzszintigraphie(Darstellung von Durchblutung und Funktion)
  • Lunge (Ventilations- und Perfusionsszintigraphie in SPECT-Technik mit Bildfusion mit vorhandener CT-Diagnostik; Quantifizierung)
  • Szintigraphien des Ösophagus und der Magenentleerung mit standardisierten Testspeisen
  • Somatostatinrezeptorszintigraphie bei neuroendokrinen Tumoren
  • Rezeptor-Szintigraphie des Gehirns (Hirn-SPECT) - IBZM und DAT-Scan: Ähnlich der Computertomographie kann das Gehirn mit diesem Verfahren in einzelnen Schichten dargestellt werden. Mit dieser Untersuchung lassen sich Frühformen der Parkinson-Erkrankung erfassen und Informationen für die medikamentöse Therapie gewinnen.
  • Darstellung des Wächterlymphknotens bei Tumorerkrankungen; Funktionslymphszintigraphie der Arme und Beine: Schwach radioaktiv markierte Nanokolloide werden unter die Haut gespritzt. Diese fließen über die Lymphgefäße ab. Beim Brustkrebs kann mit diesem Verfahren der Wächter-Lymphknoten (Sentinel Node) bestimmt werden. Dieser wird bei der Operation mit einer Sonde aufgesucht und entfernt. Wenn der Wächter-Lymphknoten nicht vom Tumor befallen ist, brauchen keine weiteren Lymphknoten aus der Achselhöhle entfernt werden - dadurch verringert sich die Gefahr eines Arm-Lymph-Ödems. Bei der Funktionslymphszintigraphie der Arme und Beine kann die Funktion des Lymphsystems überprüft werden. Durch eine standardisierte Belastung der Beine auf dem Laufband sowie der Arme mittels Drücken von Bällen können die Ergebnisse verlässlich mit Normkollektiven verglichen werden. Hierzu ist auch eine Zerfalls- und Schwächungskorrektur der Ergebnisse erforderlich.
PET-CT