Der Bereich der Ernährungsmedizin

Das Thema Ernährung rückt in der Gesellschaft unter verschiedenen Gesichtspunkten zunehmend in den Fokus. Dabei geht es neben den gesellschaftlichen, ethischen, sozialen, psychologischen und ökologischen Aspekten auch um medizinische Gesichtspunkte. Ein guter Ernährungszustand trägt wesentlich zur Gesunderhaltung oder Genesung bei und ist eine wesentliche Voraussetzung für viele weitergehende Therapieverfahren. Die Stiftung Mathias-Spital Rheine legt einen besonderen Fokus auf die Ernährung. Seit dem 01.04.2014 besteht in der Medizinischen Klinik I der Bereich der Ernährungsmedizin. Unser interdisziplinäres Ernährungsteam hilft Ihnen gerne, Ihren Ernährungszustand während und nach dem Krankenhausaufenthalt zu stabilisieren oder zu verbessern.


Das interdisziplinäre Ernährungsteam

Ernährungsmediziner

  • Prof. Dr. med. Ralf Keller
    Chefarzt der Medizinischen Klinik I
  • Dr. med Christoph Erdmann
    Oberarzt der Medizinischen Klink I
  • Jens Alsmeier
    Oberarzt der Medizinischen Klinik IV

Ernährungstherapeutinnen

  • Heike Pogede
    Clinical Nutrition B. Sc.
  • Tamarat Gehringhoff
    Clinical Nutrition B. Sc.
    Diätassistentin
  • Madiha Osman
    Clinical Nutrition B. Sc.
  • Nadia Hetke
    Diätassistentin
    Ass. für künstliche Ernährung
  • Telefon: 05971 42-1618

Unser Schwerpunkt in dem Bereich der Ernährungsmedizin
ist die Therapie der Mangelernährung

Was bedeutet Mangelernährung?

Von einer Mangelernährung spricht man, wenn der Körper nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird, um seine Funktionen optimal aufrecht zu erhalten. Besonders hiervon betroffen sind Alte und chronisch kranke Menschen.

Die Mangelernährung kann sich innerhalb weniger Wochen oder schleichend über mehrere Jahre entwickeln und kann zu Funktionseinbußen, bzw. schlechteren Heilungsprozessen des Körpers führen.

Ursachen für eine Mangelernährung:

Die Mangelernährung resultiert meist als eine Folge anderer Erkrankungen (z.B. Erkrankungen am Magen-Darmtrakt, Herz-Kreislauferkrankungen, Lungen-, oder Krebserkrankungen etc.). Die Grunderkrankung kann zu Appetitlosigkeit, Geschmacksveränderungen, Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden oder zu einem erhöhten Energiebedarf führen und begünstigt somit die Mangelernährung.

Woran erkennen Sie eine Mangelernährung:

  • Ist Ihr Body Mass Index (BMI) unter 20,5 kg/m2 ?
  • Haben Sie in den letzten 3 Monaten ungewollt Gewicht verloren ?
  • Haben Sie in der letzten Woche weniger gegessen
    (z.B. aufgrund vonÜbelkeit, Appetitlosigkeit oder Beschwerden des Verdauungstraktes) ?
  • Liegt bei Ihnen eine schwere Erkrankung vor (z.B. eine schwere Krebs- oderLungenerkrankung) ?

Warum ist es wichtig die Mangelernährung frühzeitig
zu erkennen und gezielt zu behandeln?

Die Mangelernährung beeinflusst den Krankheitsverlauf und wirkt sich negativ auf viele Körperprozesse aus.
Dazu zählen insbesondere:

  • die Muskelmasse und Muskelkraft (sog. Sarkopenie)
  • das Immunsystem
  • die Wundheilung
  • die Denkleistung und die Stimmung
  • die Selbstversorgungsfähigkeit 
  • Je frühzeitiger die Mangelernährung behandelt wird,
    desto besser ist der Krankheitsverlauf

Unser Leistungsangebot während Ihres stationären Aufenthaltes umfasst:

  • Bestimmung des Ernährungszustands.
  • Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA).
  • Ernährungsberatungen für die stationäre und nachstationäre Situation.
  • Anpassung der Kostform z.B. hochkalorische, eiweißreiche Kost, Anbieten von geeigneten Speisen und einem erweiterten Angebot aus der Diätküche.
  • Ggf. Einleitung oder Anpassung einer künstlichen Ernährung in Absprache mit ihrem behandelnden Arzt (Trinknahrung, Sondenkost, parenterale Ernährung über die Vene).
  • Ggf. Einleitung einer häuslichen Versorgung mit Trinknahrung / Sondenkost oder einer parenteralen Ernährung über entsprechende Weiterversoger.

Wir stehen Ihnen gerne auch für weitere
ernährungsrelevante Fragestellungen zur Verfügung

z.B. bezüglich Ernährung bei:

  • Adipositas (schwerem Übergewicht)
  • Chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
  • Operationen im Verdauungstrakt (z.B. operativer Magenentfernung, sog."Gastrektomie")
  • Künstlichen Darmausgängen (sog. "Stoma")
  • Lebensmittelunverträglichkeiten
  • Lebensmittelallergien
  • Zöliakie
  • anderen ernährungsrelevanten Fragestellungen